Manuelle Lymphdrainage (MLD)

Was ist Lymphdrainge ?

Durch den Austritt von Blutplasma aus den Blutkapillaren in den Zwischenzellbereich entsteht Gewebsflüssigkeit; aus dieser bildet sich Lymphe.
Bei einem Erwachsenen gelangen täglich etwa 20 Liter Flüssigkeit aus dem Blut ins Gewebe. 16-18 Liter werden von hier wieder über den Blutkreislauf ausgeleitet.
Aus den verbleibenden 2-4 Litern entsteht die Lymphflüssigkeit. Sie muss von den Lymphkapillaren aus dem Gewebe aufgenommen werden.

Lymphflüssigkeit besteht aus folgenden Anteilen: Lymphplasma (Wasser, Elektrolyte), Lymphozyten (weiße Blutkörperchen) und – besonders wichtig im Zusammenhang mit Lymphdrainage – der sogenannten lymphpflichtigen Last.

Unter lymphpflichtiger Last versteht man großmolekulare, zum Teil belastende Stoffe, die nicht über das Blut, sondern mit der Lymphflüssigkeit über die Lymphbahnen aus dem Gewebe abtransportiert werden.

Zur lymphpflichtigen Last gehören:

  • Überreste von bereits verwerteten Proteinen, Enzymen, Hormonen
  • Schlackestoffe, Stoffwechsel-Abbauprodukte
  • Erreger (Bakterien, Viren, Pilze)
  • langkettige Fettsäuren
  • Fremdstoffe, Gifte
  • Zellen, Zellreste
  • Wasser

Mit der Ausleitung dieser Stoffe aus dem Gewebe zeigt sich die große Bedeutung des Lymphgefäßsystems für die Reinigung und Gesunderhaltung des Körpers.Die Manuelle Lymphdrainage dient hauptsächlich als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten (Arme und Beine). Durch kreisförmige Verschiebetechniken wird die Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymphgefäßsystem verschoben.

Zur Schmerzreduzierung, wie auch vor und nach Operationen, tut sie gute Dienste, das geschwollene mit Zellflüssigkeit überladene Gewebe zu entstauen. Der Patient spürt eine deutliche Erleichterung und der Heilungsprozess verläuft schneller.

Beispiele hierfür sind:

  • Blutergüße & Schwellungen nach Verletzungen
  • Zerrungen, Verstauchungen, Luxationen
  • Morbus Sudeck, Trigeminusneuralgie
  • Kopfschmerzen, HWS-Syndrom
  • Migräne
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Atemwegserkrankungen mit starker Verschleimung
  • Ödeme nach Brustamputationen
  • Ödeme der Beine, Ödeme nach Zahnextraktion
  • Eine große Bedeutung hat die Manuelle-Lymphdrainage auch bei der Nachbehandlung operativer Eingriffe, bei denen Lymphknoten entfernt worden sind.
  • Entschlackung des Körpers
  • Ausleitung (z.B. Amalgam)

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